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Arbeit in der Tradition der deutschen Abwehr 

 

Im internationalen Netzwerk hat sich das Auswärtige Nachrichten- und Forschungsbüro (ANFB), in guter Tradition deutscher Effizienz stehend, seit Anfang der neunziger Jahre zu einem zuverlässigen Instrument der Analyse außen- und sicherheitspolitischer Prozesse entwickelt. Veränderungen im Vorfeld aufklären, Tendenzen abklären und Planungen der Player in den Zielstaaten für Entscheidungsträger im deutschsprachigen Raum transparent machen - lauten die Prämissen beim täglichen Ringen um Spitzenleistungen.

 

 

 

 

 

 

Admiral Wilhelm Canaris (1887-1945)

 

Since the 90s and in the good German tradition of efficiency the German Foreign Intelligence Office has  developed into a reliable instrument for analysis of foreign and security policy processes. Identifying for decision-makers in the German-speaking area changes at an early stage, verifying tendencies and making transparent projects of the main players in the target states are the premises in our daily struggle for top performance.

 

 

 

 

 

 

Gesandter und Generalmajor Walter Schellenberg (1910-1952) 

 


Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie:

 

http://www.auswaertiges-nfb.de/world-intelligence/

http://www.auswaertiges-nfb.de/studien/

http://www.auswaertiges-nfb.de/auswaertiges-nfb-1/

 

 

AUSWÄRTIGES NFB

 
US-Intelligence zur Entwicklung terroristischer Formationen
- Arbeitsübersetzung aus dem Englischen -
 
Neuformation Taliban+ Al Qaida
 
Gegenwärtig ist zu beobachten, wie Al Qaida Führer Aiman Al Zawahiri um die Gunst des neuen Taliban-Amirs Hibatullah Akhundzada [geb. 1961] ringt. Dazu instrumentalisiert Zawahiri geschickt die frühere Tätigkeit Akhundzadas als Rechtsgelehrter und Oberster Richter (auf Grundlage der Sharia). Er erneuerte jetzt offiziell den Treueschwur Osama Bin Ladins gegenüber dem Islamischen Emirat Afghanistan.
 
Während sich die Führungsstrukturen des Emirats - nicht ohne Differenzen zwischen Haqqani und dem Sohn des verstorbenen Talibanführers Omar- nach der Eliminierung von Mansour sammelten, nutzte Zawahiri diese Zeit zur Neukonfiguration seiner Kommandostrukturen. Es gelang ihm anscheinend, die von hohen personellen Verlusten im Raum AFG/PAK betroffenen und zersplitterten internationalen Gruppen im Kern zu Al Qaida herüberzuziehen.
 
 
 
  • Konkret trat Zawahiri an Akhundzada mit der Selbstverpflichtung des globalen Jihads im Schutzraum des Islamischen Emirats der Taliban in Reaktion auf die Eliminierung Mansours heran. Strukturell als internationales AQ-Bataillon der Taliban, das einen Bogen von der ETIM (East Turkestan independence movement) bis zur IMU spannt und die Zellen absorbiert, die sich nicht dem IS in Irak/Syrien angeschlossen, im Einzelfall von ihrer früheren Führung abgespalten haben.
 
Zawahiri schränkt den Global Jihad auf muslimische Staaten, die mit der Sharia gebrochen haben, ein und weitet das auf Staaten und Organisationen wie der UNO, die in Konflikt mit der Sharia stehen, aus. Innerhalb der Taliban, wo man traditionell nicht viel von Abenteuern im Ausland hielt, haben sich die Fronten deutlich verhärtet, nachdem Mansour von einer US-Drohne getötet wurde. Es ist von Planungen zu einem Racheakt die Rede. Daran könnte der in solchen Fragen erfahrene Zawahiri partizipieren.

27.06.2016
 
 
 
 
 
 
 
Mehrfronten-Anschläge des IS in Europa
 
  • Aus den Ausführungen des CIA-Direktors, verglichen mit unterschiedlichen Zielsetzungen regional verschieden aufgestellter IS-Agenturen, ergeben sich Anhaltspunkte für IS-Planungen zur Auslösung eines multiple-front war (synchron durchgeführte Kommandoeinsätze an unterschiedlichen Orten Europas) möglicherweise im Echo-Intervall.  
 
Auszug CIA-Direktor Brennan vor dem Intelligence Committee des US Senat (16.06.2016):
 
Einige finanzielle Rückschläge des IS können den Blick nicht davor verstellen, dass IS monatlich mindestens zehn Mio. USD vor allem aus „Steuern“ und dem Rohölumsatz generiert. Das bedeutet sogar eine geringfügige Steigerung durch Kontinuierung. Fortschritte im Kampf gegen IS (militärisch/ökonomisch) reduzierten nicht die Fähigkeit dieser Terroreinheit zu ihrer globalen Entfaltung. Die Mittel der westlichen Staatengemeinschaft zur Bekämpfung speziell des IS und mit ihm alliierter Formationen stehen in keinem Verhältnis zum mäßigen Erfolg. Der IS müsste noch mehr territoriale und Verluste an Arbeitskräften erleiden und die finanziellen Mittel zur Abdeckung seiner terroristischen Kapazität müssten deutlicher sinken. Seit mindestens 2014 konzipiert und führt IS Anschläge im Ausland durch, analysiert und verfeinert diese auch im Hinblick auf geeignete Fighter im Reservoir eines großen internationalen Kaders. CIA beobachtet Fortsetzung dieser Trends auf westliche Ziele gerichtet. IS stehen (hoch wahrscheinlich) umfangreiche Mittel zur Erkundung und Arbeit im Westen zur Verfügung, das tangiert Flüchtlingsströme, Schmuggelrouten und Reiseerkundungen durch professionelle Agenten. IS baut sein globales Netzwerk und einer besonders leistungsfähigen Dependance in Libyen mit Zangengriff auf Europa und Afrika aus. Die Sinai-Niederlassung aktivste. Sie richtet sich gegen ägyptische Ziele sowie Ausländer und Touristen in der Region.
 
27.06.2016

 

 
AUSWÄRTIGES NFB

 
Kurzkommentar zu aktuellen Debatten (10. Juni 2016):

1)    ABK Schröder garantierte indirekt mit seiner Person dafür, dass es keine Fortsetzung des Krim-Abenteuers auf russischer Seite gibt. Damit will er die harte Position der BK Merkel (Sanktionen) aufweichen, die auf einer hochkarätigen Erkenntnis des BND beruht, die viel Geld gekostet hat, wonach sich der Expansionskurs Moskaus in Folge der NATO- und EU-Osterweiterung fortsetzen wird (nennen wir es „Pufferzone“ zum Schutz des russ. Hoheitsgebiets). Über vergleichsweise präzise Angaben verfügte der BND aus dem Kreml-Umfeld über 1) Verstaatlichungsprojekte und umgekehrt 2) Staatsprivatisierungen. Es handelt sich nach Rekonstruktion der lfd. Titel um eine Quelle, mit der sich Putin/Sergei Ivanov  strategisch konsultieren.  

2)    An der Spitze des Verfassungsschutzes ist man zu der Auffassung gelangt, dass (nicht nur auf das BfV bezogen) durch die Untersuchungsgegenstände des BT und die damit in Teilen bestehende Auskunftspflicht eine Paralyse der Effizienz deutscher Nachrichtendienstarbeit durch die ungewollte Transparenz ihrer Arbeitsmethoden stattfindet. Stellvertretend für Snowden stehen Dutzende anderer Fälle, wo man von der Tätigkeit für eine fremde Agentur sicher ausgeht, aber keine handfesten Beweise hat. Gegenwärtig besteht das Problem darin, dass man die deutschen Player russischer Nachrichtendienste kennt, aber aufgrund der Gesetzeslage wenig tun kann und mit ansehen muss, wie Russland den – nennen wir es – „deutschen Parteienmarkt“ aufmischt. Zum festen Konzept der Russen zur Neugestaltung/Neuausrichtung in Bezug auf Russland der deutschen Parteienlandschaft gehört die AFD aufgrund ihres parlamentarischen Status. - Inwiefern ausgearbeitete Gegen-Strategie-Konzepte sog. etablierter Kräfte aufgehen, die AFD zu neutralisieren, indem man ihr das „System-Etikett“ umhängt („sind keinen Deut besser und kommen von uns“) und Dr. Frauke Petry medial durch bevorzugt andere Personen des Vorstands dieser Partei „abhängt“, wird sich zeigen. Tendenziell deutet sich an, dass die überproportional vertretenen Medienexperten im Vorstand (Adam, Gauland, Hampel usw.) an der Missgunst ehemaliger Kollegen immer schwerer bei der Platzierung ihrer Themen vorbeikommen. Auch Adams Taktik, durch scheinbar AFD-interne Materie im Multiplikator FAZ (vor Boateng) den Nachrichtenfluss über seine Partei zu kontinuieren (keine negativen Schlagzeilen, aber dafür sorgen, dass man im Gespräch bleibt), scheint bald überholt zu sein. [ENDE]

 

 
 
AUSWÄRTIGES NFB

 

  • Verlängerung der EU-Wirtschaftssanktionen tangiert Duma-Wahl

(Auszug aus der Lageinformation Februar 2016 des Auswärtigen NFB)

In der russischen Führung kann man sich schwer mit dem Gedanken anfreunden, eine neue globale sicherheitspolitische Rolle Deutschlands in der Welt von morgen als zugleich Garantiemacht der Vereinigten Staaten zu akzeptieren. Die Verlängerung der EU-Sanktionen um weitere sechs Monate erreicht den Kreml in der denkbar ungünstigen Phase seiner Vorbereitung auf die Parlamentswahlen im September 2016. Weniger beunruhigen den unter der russischen Bevölkerung populären Kremlführer Demonstrationen einer in sich zusammengefallenen außerparlamentarischen Opposition, als vielmehr spontane Proteste der Arbeiter aus der Staatswirtschaft unter Ägide der Kommunistischen Partei KPRF. Vor 20 Jahren (1996) war das der Anfang vom Ende seines Vorgängers Boris Yeltsin. Im Verhältnis zum Westen wird man wirtschaftliche Modernisierung vor politische Reform setzen, aber eine neue Modernisierungsoffensive einleiten.

- Innenpolitisch hat PR Vladimir Putin die Parlamentswahlen um zwei Monate auf September 2016 wegen der kritischen Wirtschaftslage vorziehen müssen. Die westlichen Sanktionen und der niedrige Ölpreis prägen kontinuierlich die Treffen im Kreml, wo man diametral diese Probleme reflektiert: So würden Impulse zur Aufhebung der Sanktionen von den betroffenen westlichen Volkwirtschaften ausgehen und die OPEC-Nationen steuerten Russland an, um zur Korrektur des Rohölpreises beizutragen, der auf längere Sicht die Exploration und die Entwicklung neuer Investitionen hemmt.

- Obwohl er mangels Alternative der „Zar“ bleibt, fürchtet Vladimir Putin im Spiegelbild der Regionalwahl 2015 und im Dominoeffekt sozialpolitischer Spannungen eine erstarkende Kommunistische Partei KPRF. Nach Putins erster Inauguration vom Mai 2000 fiel der Stimmenanteil der KPRF von 24,2 Prozent auf 12,6 Prozent bei den Duma-Wahlen in 2003, während sie sich in der Amtsperiode von Dmitri Medvedev (Duma-Wahlen 2011) auf 19,2 Prozent verbessern konnte.

 


 

 
AUSWÄRTIGES NFB

 
 Erstbericht zum VII. Parteitag der PdAK (Auszug)


[NK-29-16, 07.05.2016]

Kim Jong Un bricht mit dem Vetternsystem seines unpopulären Vaters, auch indem er demonstrativ das Image seines über Generationen beliebten Großvaters kopiert.

 

[NK-Q04-411-16] Im propagandistischen Effekt profiliert sich Kim Jong Un mit fester Stimme als der große Agitator, der sein Großvater war. Ihm sieht er verblüffend ähnlich und viele Nordkoreaner, die an Zeichen und Wunder glauben, sehen im Enkel die imaginäre Rückkehr der „Sonne der Nation“. Kim Jong Un übernahm die Kleiderordnung seines Großvaters. So bildete ihn die Zeitschrift Tongil Sinbo/통일 신보 kürzlich am 02. April 2016 mit Pelzkragen und gleichfarbiger Pelzmütze ab, was sein Großvater bevorzugt trug.

In der Parteielite treffen wir auf gravierende Spannungen, die sich nachteilig im Verhältnis zwischen den Provinzen und dem Machtzentrum auswirken. Die Frage der inneren Sicherheit wird immer prekärer: Instabil ist vorrangig die Lage in den ländlichen Grenzregionen. Außenpolitisch strebt Nordkorea mit seiner Atomarisierung den Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten an, denen gegenüber man als inoffizielle Atommacht auf gleicher Augenhöhe begegnen möchte – Interpretation aus der Eröffnungsrede/7차대회에서 한 개회사.

 

Das Parteiorgan Rodong Sinmun berichtete über den PT der PdAK

 

Die Energieversorgung als nationales Verteidigungsprojekt soll nach Information des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten den Bedarf der nordkoreanischen Volkswirtschaft kontinuierlich decken. Den Abbau dazu notwendiger Eigenressourcen wird Nordkorea forcieren.

 

  • Existenziell unumgehbar bleibt für Nordkorea die Applikation mobiler Medien. Gerade die politische Begradigung der technischen Evolution gestaltet sich zur größten Herausforderung in der neuen Ära Kim Jong Un.
  • Antisozialistische („amoralische“) Tendenzen ortete man vermehrt unter Jugendlichen, in deren Treffs Razzien stattfanden. Vereinzelt reagierten Eltern mit Protesten vor einem örtlichen Parteibüro darauf.
  • In der Hafenstadt Ch’ŏngjin kam zu einem Autoritätsverlust des nordkoreanischen Systems, als am 15.04.2016, dem 104. Geburtstag Kim Il sung’s, dort die Nationalflagge an der Örtlichen Verwaltung abgerissen wurde. Ch’ŏngjin gehört zur an China und Russland grenzenden Nordprovinz Hamgyŏng-pukto/함경북도, die mit 2,3 Millionen Einwohnern etwa zehn Prozent der Bevölkerung Nordkoreas repräsentiert.

 

[ENDE DES AUSZUGS)

 
  • Reaktion der nordkoreanischen Führung auf OPLAN 5015 und Weiterungen
 
(Auszug aus dem Tagesbericht des Auswärtigen NFB)


[NK-25-16, 07.03.2016]
 
Nach dem weltweit beachteten Nukleartest vom Januar lfd. Jahres setzt die nordkoreanische Führung nach ihrem Verständnis den OPLAN 5015 [Präventiv-Operationsplan der US Army und der ROK-Streitkräfte, zieht die Blitz-Einnahme Nordkoreas in Betracht] durch einen möglichen nuklearen Erstschlag, wie er den Atommächten vorbehalten war, Schachmatt.

Unter Kim Jong Un, der damit innenpolitische Reflexe vor dem im Mai tagenden 7. Parteitag der PdAK im Spiegelbild der Reputation seines Großvaters Kim Il-sung auslöst, sendet der Norden das Signal an die Welt, dass man nunmehr das technische Know how verfügt, über bisher rein propagandistische Ankündigungen hinaus zu gehen.

- Bei seinem Telefonat mit PR Putin [14.02.2016, 10.00 UTC - RF-1021-16] erinnerte PR Barack Obama den russischen Staatsführer an den (von Moskau permanent angemahnten) hohen Stellenwert der Vereinten Nationen zur Regelung internationaler Herausforderungen wie der Proliferation. Die Reaktion des US-amerikanischen Präsidenten auf die Resolution 2270 des UN-Sicherheitsrates nach dem nordkoreanischen Atomtest [“the international community speaking with one voice” – 03.03.2016] war identisch mit der fernmündlich ergangenen Aufforderung PR Obamas an PR Putin [„the importance of a united international response to North Korea’s nuclear test“ – 14.02.1016].
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kim Jong Un an Bord seiner "Air Force One"
Bildtechnische Quelle: CNN
 
 
Operativ-Studie Nordkorea des Auswärtigen Nachrichten- und Forschungsbüro von Mai 2015 (Auszüge):
 
 
 
 

 
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 © Auswärtiges Nachrichten- und Forschungsbüro, 2016